von FranzJägerBerlin am Sonntag 8. August 2010, 21:03
Nach dem's hier nun ganz ruhig und die Olsenbande auch ein bisschen schwer zu finden ist, gibts hier mal ein bisschen Futter zum Lesen über den neuen Film. Vielleicht verirrt sich ja jemand hier her. Einen offiziellen deutschen Filmtitel gibt es aber wohl noch nicht. Es ist der offizielle Pressetext von A. Film, nur der Filmtitel ist eben noch frei erfunden und orientiert sich an der Vorgabe:
DER ANIMATIONSFILM „DIE OLSENBANDE IN FEINER GESELLSCHAFT“ IST DER ERSTE DÄNISCHE FILM IN 3D
Nordisk Film produzierte den ersten dänischen Tonfilm, den ersten Spielfilm in Farbe und bringt nun auch den ersten dänischen 3D-Film heraus
Eine der größten Ikonen des dänischen Films, die Olsenbande, wird jetzt als Animationsfilm wiederauferstehen - und damit nicht genug: „DIE OLSENBANDE IN FEINER GESELLSCHAFT“ wird der erste dänische 3D-Film überhaupt (anzusehen mit 3D-Brille). Damit folgt Nordisk Film seiner einmaligen Tradition, in Dänemark immer die ersten bei der Einführung der neuesten Filmtechnik zu sein. Nordisk Film schuf den ersten dänischen Tonfilm, ”Præsten i Vejlby”, 1931 unter der Regie von George Schnéevoigt und 1956 die ersten farbigen Spielfilme, „Kispus“ und den Oscar nominierten „Quivitoq“, beide unter der Regie von Erik Balling. Jetzt kommt die Filmgesellschaft wieder als erste in die Gänge - und was liegt da näher, als mit der Olsenbande anzufangen, die fast so etwas wie die ganze Kraft der dänischen Filmtradition symbolisiert.
„Es ist eine große Freude, dass der erste dänische Animationsfilm in 3D gerade unser aller Olsenbande sein wird. Es ist der größte Markenname des dänische Films, der jetzt auf eine ganz neue Version upgedated wird, jedoch sowohl mit Respekt vor den populären Figuren der Filmreihe, als auch vor dem bekannten Humor und vor der geschätzten Gesellschaftssatire. Die Olsenbande funktioniert eigentlich ganz genauso wie Comicfiguren: Sie tragen immer die gleiche Kleidung und wenn auch eine Bombe neben ihnen hoch geht, kommen sie doch niemals zu Schaden. Sie klopfen sich nur den Staub ab und machen genau da weiter, wo sie eben noch mit dem Leben davongekommen sind. Also liegt es geradezu auf der Hand sie zu animieren und es via 3D noch lebendiger zu machen“, sagt Jan Lehmann, Vertriebsdirektor der Nordisk Film für den Kinobetrieb.
Ein starkes Team hinter dem Film
Der erste dänische Animationsfilm in 3D wird natürlich von den Erfahrensten der Animationsbranche produziert. „Die Olsenbande in feiner Gesellschaft“, ist eine Koproduktion mit A. Film und dessen Regisseur Jørgen Lerdam an der Spitze des Projektes. Jørgen hat zuvor schon den Film „Jungledyret Hugo“ und die „Peddersen & Findus“-Reihe in Szene gesetzt und außerdem bei sämtlichen Erfolgen von A. Film sozusagen seine Finger im Spiel gehabt.
Das Drehbuch stammt von Nikolaj Peyk, der Mann hinter den „Østkyst Hustlers“, der bereits früher Manuskripte für mehrere große dänische Komödien schrieb, u.a. machte er gemeinsam mit Anders Matthesen „Jul på Vesterbro“. Produzent ist Tomas Radoor von Nordisk Film, der unlängst hinter den Komödien „Oldboys“ und dem aktuellen „Praterapi“ stand, aber auch schon Asger Leths preisgekrönte und grenzüberschreitende Dokumentation „Ghosts of Cité Soleil“ produzierte.
Die wichtigsten Stimmen des Films kommen außerordentlich überzeugend von u.a. Martin Buch (Snobberne) als Egon, Nicolaj Kopernikus als Benny und Esben Pretzman („Drengene fra Angora“) als Kjeld nebst einer ganz und gar glaubhaften Annette Heick als Yvonne.
Handlung
Die Olsenbande hat sich wieder zusammengefunden um einen vertraulichen Auftrag für das Büro des Premierministers auszuführen: Die originale Schreibfeder Hans Christian Andersens soll aus dem Dänischen Export Museum gestohlen werden; es geht angeblich um die Sicherheit des Landes und den Guten Ruf. Doch der Imageberater des Premierministers, der alte Gegenspieler Hallandsen, hat Egon über’s Ohr gehauen. Die Feder soll in Wirklichkeit Teil eines dunklen Geschäftes mit China werden. Es stehen nicht weniger als das dänische Nationalgefühl, Egons Ehre und 30 Millionen auf dem Spiel. Egon macht einen Plan und dazu wird er eine Bohrmaschine, ein Glas Honig, eine Flasche Biopflaumensaft und einen passablen Haufen tote Ratten brauchen. Christiansborg wird auf den Kopf gestellt, die U-Bahn hat mehr Verspätung als üblich und die Leibwache der Königin tanzt plötzlich Cancan, wenn die Olsenbande als Animationsfilm für die ganze Familie, gemacht von den Produzenten von „Terkel i knibe“, auf der Bildfläche erscheint.
Die (dänischen) Stimmen werden gesprochen von:
Egon Olsen: Martin Buch
Benny: Nicolaj Kopernikus
Kjeld: Esben Pretzmann
Yvonne: Annette Heick
Kriminalbeamter Holm: Jonas Schmidt
Hallandsen: Søren Sætter Lassen
Johnny: Mick Øgendahl
Allan: Simon Jul Jørgensen
DIE OLSENBANDE IN FEINER GESELLSCHAFT wurde in Szene gesetzt vom A. Film Regisseur Jørgen Lerdam, der schon für „Jungledyret Hugo“ (dt. „Hugo, das Dschungeltier“) und „Peddersen & Findus“ (dt. „Petterson & Findus“) „hinter der Kamera“ stand. Das Drehbuch wurde von Nikolaj Peyk verfasst, bekannt von der dänischen Rap-Gruppe „MC Einar“ und den „Østkyst Hustlers“ sowie dem DR2-Weihnachtskalender 2003 ”Jul på Vesterbro”, den er gemeinsam mit Anders Mathessen machte. Der Film wurde produziert von Nordisk Film mit dem Produzenten Tomas Radoor und mit Unterstützung und unter Beachtung der 60/40-Regelung von Det Danske Filminstitut, DR, der Kommune Viborg und Den Vestdanske Filmpulje. Die Musik komponierten Bent Fabricius Bjerre und Henrik Lindstrand. Der Vertrieb des Films erfolgt durch Nordisk Film.
A. Film hat unter anderem die früheren Erfolge „Hjælp, jeg er en fisk” (dt. „Hilfe, ich bin ein Fisch“), „Terkel i kniben” (dt. „Terkel in der Klemme“), ”Jungeldyret Hugo” (dt. „Hugo, das Dschungeltier“) und ”Rejsen til Saturn” (dt. „Die Reise zum Saturn“) produziert.
"OLSEN-BANDEN PÅ DE BONEDE GULVE" hat am Donnerstag den 14. Oktober 2010 dänische Kinopremiere.
Jetzt frisch gewagt mit Egons Plan!